Wie das Arbeitsamt dir die Hoffnung nimmt
Oktober 14, 2009
Ja ich weiß, ihr habt mich total vermisst, da ich ja nix mehr geschrieben habe. Ich hatte einfach keine Lust mehr, bin jeden Tag auf Jobsuche und das geht an meiner Substanz.
Ich war einer der Menschen der dachte, dass das Studium der Schlüssel zu der Arbeitswelt ist. LEIDER muss ich sagen ist das überhaupt nicht so und das schlimmste ist..ich weiß gar nicht was das ALLERSCHLIMMSTE ist.
Jeder der die Uni absolviert ist Super motiviert und denkt, dass JETZT genau JETZT das Leben anfängt. Genauso habe ich auch gefühlt. Habe brav angefangen Bewerbungen zu schreiben und das BEVOR ich überhaupt absolviert habe nur damit ich keine Zeit verliere und ich das gelernte sofort einsetzen kann. Leider bekam ich eine Absage nach der anderen (wenn überhaupt).
Also ging ich zum Arbeitsamt um mich ARBEITSSUCHEND zu melden. Eigentlich ging ich voller Erwartungen dahin, weil ich dachte, dass ich Hilfe bekomme, vielleicht auch Tipps oder irgendwelche Adressen von Firmen.
So ging ich zu meinen Berater der mir einen sympatischen Eindruck machte, aber dann fing er an:
“Nun Frau P. ich will Ihnen schon vorweg keine Hoffnungen machen und werde Ihnen jetzt die Gründe aufzählen WARUM Sie KEINE Arbeit finden werden!” Ich war natürlich total Baff und dachte, dass ich mich verhört habe . (aber nein ich habe genau richtig gehört)
Und es fing an: es ist Krise, Sie haben einen Bachelor (und er wird nicht gern gesehen), und überhaupt ist der Markt in ihren Beruf total überfüllt von daher würde ich mir überhaupt keine Hoffnungen mehr machen irgendwas in den Bereich zu finden.
Dann frägt man mich ob ich einen Plan B hätte.
“Also an erster Stelle möchte ich sagen, dass ich ARBEITEN WILL! Ich liebe mein Beruf, deswegen habe ich das auch studiert ABER wenn ich wirklich nicht aber überhaupt nichts finde würde ich es in Erwägung ziehen noch meinen Master zu machen. Aber wirklich als aller letzte Option.”
Jaaa, darauf hat er nur gewartet, dass ich das Zauberwort Master sage. Und schon fing er an mir über die verschiedenen Studiengänge zu erzählen und wie toll die doch wären und die würden so gut zu mir passen etc.
Ich habe mir alles schön angehört hab die Broschüren mitgenommen und bin gegangen. Ich war deprimiert.
Natürlich habe ich mich immer weiter beworben (es sind jetzt schon 100 Stück), ich habe mich NICHT für ein Master entschieden und zwar deswegen nicht, weil mir keiner Garantieren kann, dass ich danach wirklich eine Arbeit finde, oder ob ich diese Arbeitssuche doch nur 2 Jahre vorschiebe.
Und so werden die Träume der Absolvent zunichte gemacht.
